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Presse
| 12.04.2010, 15:00 Uhr | Der Patriot/Lokalteil Erwitte-Anröchte/B. Winkelmann
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Im Schulbereich an einem Strang ziehen Anröchte und Erwitte wollen auch künftig kooperieren. Rechtzeitig auf bevorstehende Veränderungen einstellen
Auch künftig wollen die Kommunen Anröchte und Erwitte im Schulbereich eng zusammenarbeiten. Das wurde gestern bei einem Gespräch zwischen Bürgermeister Heinrich Holtkötter, seinem Erwitter Amtskollegen Peter Wessel, Holtkötters Stellvertreter Karl Schmidt, den CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans-Alfred Meinberg (Anröchte) und Marita Lange (Erwitte) sowie dem CDU-Landtagsabgeordneten Werner Lohn deutlich.
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| Gingen auf die interkommunale Zusammenarbeit ein (v.l.): Erwittes Bürgermeister Peter Wessel, der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn, Erwittes CDU-Fraktionschefin Marita Lange sowie aus Anröchte der stellvertretende Bürgermeister Karl Schmidt, CDU-Fr |
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Als ausgezeichnete Basis der Zusammenarbeit bezeichneten sie die vor vielen Jahren getroffene Entscheidung, die Realschule in Anröchte anzusiedeln, das Gymnasium hingegen in Erwitte. Zugleich gingen sie auf die Situation der Hauptschulen, die neue Konkurrenz-Situation zur Gesamtschule in Lippstadt und die Entwicklungen, die aufgrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren greifen werden, ein.
„Was wir benötigen, sind wohnortnahe, vernünftige Schulen mit einem ebenso vernünftigen Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern“, so Werner Lohn, der in diesem Zusammenhang auf das CDU-Ziel für die nächsten fünf Jahre einging, an den Hauptschulen Klassen mit maximal 25 Schülern und an den Realschulen und Gymnasium mit maximal 28 Schülern zu etablieren. Ein „anonymer Massenbetrieb“ sei hingegen zu vermeiden. So habe die Landesregierung bereits über 8100 Lehrer zusätzlich eingestellt, die Haushaltsmittel lägen bei 14 Milliarden Euro für den Bildungssektor - zwei Milliarden mehr als 2005.
Heinrich Holtkötter und Peter Wessel machten gegenüber Lohn daraufhin deutlich, dass es an der Zeit sei, dass das Land per Gesetz die Räte der Kommune stärke. „Wir benötigen eine gesetzliche Grundlage, die verhindert, dass die Schulkonferenzen allein über Themen wie zum Beispiel den Ganztag entscheidet“, so Holtkötter. Peter Wessel ergänzte dazu: „Es ist dabei natürlich selbstverständlich, dass sich der Träger aus pädagogischen Entscheidungen heraushält - diese müssen den Fachleuten in der Schule überlassen werden.“
Schulprogramm muss attraktiver werden
Was die Problematik der sinkenden Schülerzahlen an den Hauptschulen betrifft, brachte Erwittes Verwaltungschef die Überlegung mit in die Diskussion ein, mittelfristig eine gemeinsame Schulverwaltung für die beiden Hauptschul-Standorte in Erwitte und Anröchte einzurichten. Zugleich sollten beide Standorte im Sinne kurzer Wege erhalten bleiben. Dazu machte Hans-Alfred Meinberg deutlich, dass es zunächst an der Zeit sei, beide Hauptschulen weiter zu stärken. „Wir müssen nicht zuletzt den Eltern Sicherheit geben, damit sie ihre Kinder auch weiter in den Hauptschulen anmelden. Auch in ihrem Programm müssen die Hauptschulen attraktiver gemacht werden“, so der Anröchter CDU-Fraktionvorsitzende. Marita Lange konnte dem nur beipflichten. Sie sprach sich dafür aus, dass die Schüler noch deutlicher mit Grundvoraussetzungen für ihr weiteres Leben ausgestattet werden müssten.
Als ausgezeichnet bezeichnete Heinrich Holtkötter die heimischen Übergangsquoten von der Realschule ins Gymnasium und auch von der Hauptschule ins Berufsleben. Letzteres konnte Peter Wessel für Erwitte nur bestätigen. Gerade auch vor dem Hintergrund der interkommunalen Zusammenarbeit gebe es wichtige Faktoren im Schulbereich, auf die es sich nun einzustellen gelte, so Heinrich Holtkötter. Er nannte dazu u.a. die noch hohen Schülerzahlen in den nächsten Jahren und den sich dann abzeichnenden Einbruch aufgrund des demografischen Wandels. In beiden Fällen sei es wichtig, interkommunal zu handeln und Entwicklungen gemeinsam zu begleiten. Dafür ist laut Peter Wessel auch eine aktive Interessenvertretung in Düsseldorf unerlässlich.
aktualisiert von Mattias Bürger, 12.04.2010, 23:23 Uhr |
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